
In “Auf der Suche” geht es um die Mutter, Valerie (Corinna Harfouch), die ihren verschwundenen Sohn, Simon, sucht und sich dafür Hilfe vom Ex-Freund des Sohnes und anderen Personen holt.
Als Zuschauer wird man direkt in die Handlung hinein geworfen als Valerie völlig in sich gekehrt beinahe eine Frau auf einem Motorroller überfährt. Man erfährt keine Vorgeschichte und muss sich die Handlung nach und nach erschließen. Dieser Stil regt sehr zum denken an und das dürfte auch die Hauptintention des Films sein. Allerdings lässt sich vieles sehr leicht erschließen, es gibt also nicht viele Überraschungsmomente oder sonstiges in diesem Film, was allerdings auch gar nicht nötig ist.
Der Stil des Films ist sehr ruhig gewählt, dadurch kann man sich besser auf den Film konzentrieren. Durch einige doch sehr interessante Wendungen des Films bleibt er spannend und dynamisch. Hier hat sich Jan Krüger viel Mühe gegeben den Film sehr von anderen abzuheben. Durch den Aspekt der Reise, welcher in diesem Film eine große Rolle spielt, werden die Möglichkeiten und Szenarien des äußeren die zur Gefuhlsentwicklung beitragen sehr deutlich. Die Mutter, die anscheinend kaum etwas von ihrem Sohn zu wissen scheint, wirkt sehr emotionslos. Das bewirkt, dass man we nicht gerade gut einschätzen kann, was die wirkliche Beziehung zu ihrem Sohn angeht. Vom Schluss hätte ich mir ein wenig mehr erhofft. Dieser ist im großen und ganzen sehr einfach gehalten, wie man ihn schon aus manch anderen Filmen dieser Art kennt. Es gibt allerdings keinesfalls ein Happy End. Auch wenn es sich um einen Schwulen handelt der vermisst wird, spielt die Sexualität meines Erachtens nach hier nur eine Nebenrolle, was ich durchaus als positiv befinde.
Persönlich würde ich den Film allen empfehlen, jedoch könnte er durch seine reife erwachsene Art für Kinder ein wenig schwer zu verstehen sein.
FSK: ab 6
IMDb: Auf der Suche – Looking for Simon (2011)
Auf der Suche – Trailer:

BLAIR – Musik von RenjaFreddyS.
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